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Psychokrimi
aus dem Kinzigtal
Der Aufenauer Pfarrer Matthias Fischer stellt seinen ersten Roman vor
Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung; Donnerstag, 30. März 2006
Ein Serienkiller verbreitet Angst und Schrecken, das letzte Opfer wird
in GeInhausen gefunden. Nun ermitteln eine Pfarrerin und ein Kommissar
vom LKA. So schreibt es der Aufenauer Pfarrer Matthias Fischer in
seinem ersten Kriminalroman "Die
Farben des Zorns",
der jetzt erschienen ist.
Drei Ärzte sind einem psychopathischen Serienkiller in Frankfurt, Gießen
und Hanau bereits zum Opfer gefallen, als ein weiterer Mord in
Fratzenstein, dem Hexenturm in GeInhausen, entdeckt wird. Die GeInhäuser
Pfarrerin Clara Frank, nebenbei Notfallseelsorgerin, wird zur
Betreuung einer Gruppe angefordert, die bei einer Altstadtführung in
Gelnhausen einen zu Tode gefolterten Mann aufgefunden hat. Wieder ist
ein Arzt dem Serientäter zum Opfer gefallen.
LKA-Oberhauptkommissar
Dr. Christoph Caspari, körperlich ein Hüne, leitet die Ermittlungen.
Er kommt dem Serientäter, den die Polizei "Chirurg" nennt,
sehr nahe und sieht, da er auch privat im Main-Kinzig-Kreis wohnt, plötzlich
sich und sein
Umfeld direkt bedroht. Gaspari, der einem weiteren geplanten
Verbrechen am Rande des Main-Kinzig-Kreises auf die Spur kommt,
versucht mit der Gelnhäuser Pfarrerin, von der er nicht nur beruflich
stark beeindruckt ist, einen weiteren Mord zu verhindern.
Aus wechselnder Erzählperspektive der drei Protagonisten - Gaspari,
Glara sowie der Dämonenjägerin Inge - schildert Fischer die, überraschende
Handlung. Die jeweiligen Gegner sind einander im Wissen immer wieder für
kurze Zeit um eine Nasenlänge voraus. Dieses Erzählprinzip macht den
intelligenten und mit tiefgründiger Psychologie angelegten
Handlungsablauf zu einem spannenden Buch.
Autor Matthias Fischer ist evangelischer Pfarrer in Aufenau.
Der heute 42-jährige, ist in Bruchköbel aufgewachsen und nennt sich
selbst einen "Appelwoi"-Hessen. Er studierte in Mainz
Theologie; wollte eigentlich ein Aufbaustudium Journalismus folgen
lassen, entschied sich aber, Pfarrer zu werden. Nachdem er im
vergangenen Jahr den Literaturwettbewerb des Wächtersbacher
Kleinkunstkreises "Märzwind" gewonnen hatte, wagte sich
Fischer an seinen langjährigen Traum, einen Kriminalroman. Er eignete
sich das nötige Handwerkszeug an, legte den Ort der Handlung in seine
Heimat, das Kinzigtal. Fischer faszinieren die Abgründe der
menschlichen Seele. Hier bringt der Seelsorger seine Kenntnisse in
Psychologie ein. Der Aufenauer Gemeindepfarrer, dessen Hobby der
Kampfsport ist, weiß, wie Notfallseelsorger und Polizei
zusammenarbeiten. Fischer recherchierte auch bei der Polizei,
Psychiatern und Internisten. Dann schickte er seine "Helden"
auf Spurensuche.
Zwar ist Fischers Geschichte reine Fiktion, doch hat er selbst erlebt,
dass sich aus den Aufgaben eines Pfarrers kön- neIi bedrohliche
Situationen ergeben können - so wie Clara Frank sie am eigenen Leibe
zu spüren bekommt.
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