zurück
|
Schaub
Deutscher Meister
Aufenauer
Seitenwagenpilot siegt in Hockenheim
(Quelle: Gelnhäuser Neue
Zeitung; Dienstag, 27. September 2005 - Fotos: Dieter Korn)
Der
Aufenauer Seitenwagenpilot Heinz-Günter Schaub ist neuer
Deutscher Meister in der international besetzten Motorsportserie
der historischen Kneeler-Gespanne bis 600 Kubikzentlmeter.
Zusammen mit Beifahrer Peter Breitbach aus Kruft gewann Schaub auf
dem legendären Hockenheimring den letzten Wertungslauf der
Saison. Damit wiederholte das Rennduo seinen
Erfolg aus dem Jahre 2001,
als Schaub und "Schmiermaxe" Breitbach mit ihrer BMW
erstmals den Titel des deutschen Meisters holten.
Das es am Ende tatsächlich zum zweiten Gesamtsieg reichte, ist
erst auf den letzten Metern entschieden worden. Denn nach den
vorletzten Rennläufen beim traditionellen Classic-Grand-Prix auf
dem Schottenring standen Schaub und Breitbach mit einem Gespann
aus Siegen punktgleich an der Spitze des Klassements.
Erst der Sieg in Hockenheim vor der nordhessischen Konkurrenz
bescherte dem Wächtersbacher den großen Erfolg: "Das war
eine ganz spannende Geschichte", gab Heinz-Günter Schaub zu.
Zwar
kommt es bei den Rennen der historischen Motorräder auf Gleichmäßigkeit
und nicht auf Tempo an, doch "um möglichst konstante
Rundenzeiten zu erreichen, musst du immer Vollgas geben",
erklärte Schaub. In Hockenheim erreichte das Gespann mit seiner
Maschine Baujahr 1967 eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa
110 Stundenkilometern.
Da sind MateriaIprobleme keine Seltenheit:: "In den letzten
Runden machte die Kupplung Schwierigkeiten." Das bedeutet im
Nachhinein vor allem Arbeit für Mechaniker Lüder Seeheck, dem
"Schrauber" im Rennstall Schaub, der mit seinem
"goldenen Händchen" einen wesentlichen Anteil am
Gelingen des Unternehmens Meisterschaft hatte. |
|
VFV-DHM
Deutsche Historische Motorradmeisterschaft 2005 |
| Schaub/Breitbach |
Platzierung |
Punkte |
|
| 24. |
April |
Kölner Kurs Nürburgring,
1. Lauf |
12 |
6 |
| 24. |
April |
Kölner Kurs Nürburgring,
2. Lauf |
8 |
10 |
| 3.-5. |
Juni |
Most CZ , 1.
Lauf |
8 |
10 |
| 3.-5. |
Juni |
Most CZ , 2.
Lauf |
1 |
25 |
| 23.-24. |
Juli |
Schleizer
Dreieck Classic, |
9 |
9 |
| 6.-7. |
August |
Grand Prix
Oschersleben |
7 |
11 |
| 20.-21. |
August |
Schottenring
Grand Prix, 1. Lauf |
2 |
20 |
| 20.-21. |
August |
Schottenring
Grand Prix, 2. Lauf |
1 |
25 |
| 24.-25. |
September |
Hockenheim
Classic Grand Prix |
1 |
25 |
|
|
|
Geamt |
141 |
|
| 1. |
Platz |
Schaub/Breitbach |
|
141 |
| 2. |
Platz |
Birkoben/Heil |
|
136 |
|
|
Heinz-Günter
Schaub gewinnt die Kneeler-Klasse
17. Classic-Grand-Prix in
Schotten: 15 000 Zuschauer am Ring
(Quelle: Gelnhäuser Neue
Zeitung; Montag, 22. August 2005 - Fotos: Dieter Korn)
Super Stimmung, tolle Rennen und ein spektakuläres
Showprogramm - die 17. Auflage des Internationalen VFV/ADAC
Schottenring Classic Grand Prix begeisterte die Zuschauer. Der 1,4
Kilometer lange Parcours und das riesige Fahrerlager boten am
Wochenende den Motorrad- und Nostalgiefans einen Saisonhöhepunkt.
Über 300 klassische Renn-, Supersport-Maschinen und Gespanne
gingen in einem dutzend Rennläufe sowie mehreren Präsentationsrunden
auf die Strecke. Rund 15000 Zuschauer verfolgten die spektakulären
Wettkämpfe hautnah. Die Erinnerungen an den legendären
Schottenring wurden wach gehalten. Die Legende lebt.
Besonders
beliebt: Die Seitenwagen. Weltmeister-Co-Pilot Fritz Cron räumte
mit einem "Vorurteil" auf: Gemeinhin gelten die
Beifahrer im Gespannsport, die "Schmiermaxen"; als die
tollkühnsten Akrobaten im Motorsport. "I wo", lachte
der 80-jährige äußerst rüstige Herr. "Wir sind bloß zu
bequem, wir lassen uns fahren." Überraschend auch Crons Erklärung
für die beiden WM-Titel 1954 und 1956 mit Wilhelm Noll (79) am
Lenker: "Unsere Gegner waren höfliche Engländer, die haben
uns gewinnen lassen."
Davon profitierte offenbar anschließend Walter Schneider mit zwei
weiteren Titeln für Deutschland. Schneider (78) und der ebenfalls
in Schotten gesichtete Siegfried Schauzu (mit neun Siegen
erfolgreichster Seitenwagenfahrer bei der berühmt-berüchtigten
TI auf der Isle of Man) sind in ihrer Siegener Heimat auch heute
noch Lokalgrößen.
Urgestein Schaub in
Feierlaune
Das
Gleiche gilt für Renn-Urgestein Heinz-Günter Schaub aus Wächtersbach-Aufenau,
der doppelten Grund zur Freude hat: Zum einen konnte er mit
Copilot Peter Breitbach in der Kneeler-Klasse den Gesamtsieg begießen,
zum anderen feiert er heute seinen 60; Geburtstag. Quasi als
vorgezogenes Geschenk überreichte die Vorstandsetage des MSC
Schotten Heinz-Günter Schaub als bestem Fahrer des Vereins einen
Ehrenpokal. Mit Sohn Peter nahm Heinz-Günter Schaub zudem an
einem wertungsfreien Sonderlauf teil. Die Zuschauer bestaunten das
Duo Schaub/Schaub auf deren 600-Kubik-BMW aus dem Jahre 1955.
Seinen Einstand in Schotten hatte der Jubilar Schaub 1994 - damals
noch mit Beifahrer Günter Kistner. Seit 1998 fährt Heinz-Günter
Schaub mit Peter Breitbach
aus Kruft im "Gepäck". Der bislang größte Erfolg des
Gespanns
war der Gewinn der deutsche Meisterschaft 2001.
Ein anderer Aufenauer war am vergangenen Wochenende dagegen vom
Pech verfolgt: Achim Freund, Beifahrer von Reinhold Kaiser (Gedern),
freute sich zunächst über Platz eins im ersten Lauf und ärgerte
sich anschließend über einen "Plattfuß"
im zweiten Durchgang.
Neben den Gleichmäßigkeitsläufen in Schotten ist Achim Freund
Beifahrer von Dieter Eilers (Ostfriesland) in der Internationalen
Deutschen Meisterschaft (IDM) der Gespanne. |
nach
oben
|