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Die
älteste Quelle, in der Aufenau erwähnt ist, ist der Kodex
Eberhard, ein Kopialbuch des Fuldaer Mönches Eberhard aus dem 12.
Jahrhundert. Er schrieb zur Zeit des Abtes Marquart (1150-1168) und
kopierte alte Dokumente. Aber bereits im Jahr 886 wurde der Ort als
"hovwenowa" erwähnt. Später hieß er dann Uffenawe,
Auffenawe, Auffenau und auch Aufenau. Mit "hove" oder
"hovel" bezeichnet man noch heute auf den britischen
Inseln einen kleinen abseits gelegenen Bauernhof, ein Landhaus oder
eine Hütte. So könnte der Name Aufenau aus Howen-Owa, also eine
Au, auf der ein kleiner Hof liegt, entstanden sein.
Durch die Aufenauer Gemarkung fließen die Kinzig und die Bracht. An
der Salmünsterer Straße entspringt die Musel. Diese wurde als
Quellfluß für die Aufenauer Wasserversorgung benutzt. Interessant
ist die Geschichte der alten "Kirche zur schmerzhaften Mutter
Gottes" im Ortskern. Berühmtheit erlangte sie durch den
Kirchenstreit von 1680 bis 1683. Damals ging um die Verbreitung der
Reformation im katholischen Aufenau. Die katholischen Untertanen
wurden unter Strafandrohung gezwungen, den evangelischen
Gottesdienst zu besuchen. Der Streit fand ein gütliches Ende - und
hatte Auswirkungen bis 1967, als die evangelische Kirchegebaut
wurde. Bis dahin galt das "Aufenauer Simultaneum", nach
dem die Christen beider Konfessionen ab 1683 ihren Gottesdienst in
dergleichen Kirche abhielten.
Außerdem ist das Gotteshaus durch das äußerst
wertvolle Altarbild und die renovierte Ratzmannorgel bekannt
geworden. Das Altarbild zeigt unter anderem die Krönung Mariä
durch Jesus und eine "Geisttaube". Auf Befehl Napoleons
wurde der Friedhof wegen der engen Durchfahrt um die Kirche herum
im Jahr 1808 verlegt. Der Hügel, der bis dicht an die Kirche
heranging, wurde abgetragen und ein für damalige Verhältnisse recht breiter
Straßenzug geschaffen. Ortsvorsteherin Angelika Schaub möchte an der auch
heute stark befahrenen Straße unbedingt für einen
sicheren Übergang sorgen. Ihre Forderung: "Nur eine Ampel kann
hier für einen sicheren Übergang sorgen, ein einfacher Übergang
reicht nicht aus".
Der größte Toyotahändler Hessens, das Autohaus Nix, ist mit 140
Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Ort. Ein weitere großer
Arbeitgeber ist die Holzverarbeitung Kailing, die Transportkisten für
die Industrie herstellt. Das kleine Kaufhaus Zöller deckt den täglichen
Lebensbedarf der Aufenauer ab.
Interesse weckt auch das puppenbeschmückte
"Hexenhaus" von Silvia Ruppel-Chamberlin und ihrem Mann
Jeffrey, das Farbe an die viel befahrene Hauptstraße bringt. Es gibt
viele Belege für die erfolgreiche Ortssanierung und im Gespräch
mit den Bewohnern der Hauptstraße zeigt sich: "Wir fühlen uns
wohl in unserem Ort und an den Verkehr haben wir uns längst gewöhnt."
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